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Tag 4 des Lechprojekts: Wasserkraftwerk und Fischtreppe


Am letzten Tag unserer Projektwoche haben wir uns das Wasserkraftwerk in Kinsau und die Fischtreppe genauer angeschaut. Nachdem der vorherige Jahrgang das Kraftwerk bei strömendem Regen besucht hatte und damals so viel Wasser im Lech war, dass der Staudamm zeitweise geöffnet werden musste, erwarteten uns dieses Mal absolute Höchsttemperaturen und strahlender Sonnenschein.

Die Klassen 6e und 6d wurden für die Besichtigung in zwei Gruppen aufgeteilt. Während ein Teil der Schülerinnen und Schüler die Technik im Inneren des Kraftwerks genauer kennenlernen durfte, erkundete die andere Gruppe das Kraftwerk von außen. Im Inneren erfuhren die Schülerinnen und Schüler unter anderem, wo sich die Turbinen und der Generator befinden und wie das gesamte Kraftwerk gesteuert wird.

Auch von außen gab es viel zu entdecken. Besonders beeindruckend war der Höhenunterschied von etwa acht Metern zwischen der aufgestauten Seite des Lechs und der tieferliegenden Seite hinter dem Kraftwerk. So konnten die Schülerinnen und Schüler gut nachvollziehen, wie die Lageenergie des aufgestauten Wassers über die Turbinen und den Generator in elektrische Energie umgewandelt wird.

Spannend war auch die Information, dass bei sehr sonnigem Wetter nur etwa 20 Prozent des erzeugten Stroms aus dem Wasserkraftwerk ins Stromnetz eingespeist werden, da ein großer Teil des Strombedarfs dann bereits durch Sonnenenergie gedeckt wird.

Neben der Technik spielte auch der Naturschutz eine wichtige Rolle. Rund um das Kraftwerk befindet sich ein streng geschütztes Naturschutzgebiet, das von Unbefugten nicht betreten werden darf. Dort leben seltene Tier- und Pflanzenarten. Wir konnten außerdem eine eigens angelegte Vogelkiesbank sowie den Eingang zur etwa zwei Kilometer langen Fischtreppe sehen.

Besonders schön war wieder zu beobachten, wie aufmerksam und interessiert manche Schülerinnen und Schüler an einem außerschulischen Lernort sind. Sie stellten Fragen, schauten genau hin und konnten vieles aus dem Unterricht mit der Wirklichkeit vor Ort verbinden. Es ist eine Freude, den Schülerinnen und Schülern bei solch lebendigem Lernen zuzuschauen.

Text & Bilder: J. Stöhr